JA-Raum !
Dasein mit dem was ist...

"Geschehen lassen....
...was Sie sind!"

Der LebensIntegrationsProzess

Beim LebenIntegrationsProzess (LIP) geht es darum, sich achtsam und akzeptieren selbst zu sehen...
und sich selbst ganz ins eigenes So-Sein hineinfallen zu lassen.

All dies stets aus der Gegenwärtigkeit und aus der Position des eigenen Erwachsen-Sein heraus.... zu dem Ursprünglichen und Lebendigen in sich selbst zurückfinden. - Ohne zu therapieren, zu heilen, an sich herumzuschrauben... Einfach nur durch "Sehen und wahrnehmen was ist!"

Ablauf und Nutzen des LIP

Vordergründig betrachtet könnte man Wilfried Nelles' LebensIntegrationsProzess (LIP) als ein neues Aufstellungsformat sehen.
Wie in Familienaufstellungen wird die Wahrnehmung von Stellvertretern benutzt, um unterschwellig wirkende Zusammenhänge sichtbar zu machen.
Anders als bei den anderen Aufstellungsformaten, schaut man beim LIP jedoch nicht auf das eigene Beziehungsgeflecht, sondern auf sich selbst und auf sein eigenes Leben.

Wenn man einen LIP in einer Gruppe macht, dann werden andere Gruppenmitglieder als sogenannte "Stellvertreter" der eigenen früheren Selbste aufgestellt. So gibt es einen "Stellvertreter" für einem selbst als ungeborenes Kind im Mutterleib, einen "Stellvertreter" für einem selbst als Kind und einen "Stellvertreter" für einem selbst als Jugendlicher. Diese Stellvertreter haben feste Positionen, welche sie im Raum einnehmen. Sie fungieren als Spiegel des eigenen Selbst. Man selbst steht auf der Position des Erwachsenen - das was wir heute sind, also ganz das Hier und Jetzt.

Die Stellvertreter haben sehr konkrete Wahrnehmungen und können (wie dies auch in Familienaufstellungen der Fall ist) sehr präzise Hinweise geben, obwohl sie nur minimale oder gar keine Informationen erhalten haben.

Manchmal spiegeln die Stellvertreter uns eigene Ressourcen wieder. Manchmal Visionen, die das Leben uns bereits in die Wiege gelegt hat...
Manchmal aber auch unangenehme Dinge aus dem eigenen Leben. Doch das, was sich hier zeigt braucht nicht analysiert zu werden, braucht nicht repariert oder therapiert zu werden, das Kind von damals braucht nicht geheilt zu werden.... wir haben damals ja bereits alles getan was damals möglich war. Heute gilt es, genau dies zu bemerken... und zu bemerken, dass seither Jahre, ja wahrscheinlich Jahrzehnte vergangen sind. Zu merken, "heute ist das Jahr 2018 und" (wenn ich mal von mir selbst ausgehe) "ich bin ein 56-jährigen Mann.".

Wenn wir auf diese Art und Weise auf uns schauen, dann blitzt oft das ursprünglich-lebendige durch und hindurch. Unser Wesen...., das Samenkorn... welches das Leben in uns angelegt hat.

Durch das Landen in der eigenen Gegenwärtigkeit, in unserem tatsächlichen erwachsenen Sein... kann viel innere Freiheit entstehen...

Literatur zum LebensIntegrationsProzess:

Wer sich jemand zunächst lesend an dieses Thema annähern will, dem kann ich von Herzen  "Wie wir lieben: Und was wir alles aus Liebe tun oder vermeiden" von Thomas Geßner empfehlen.

Wilfried Nelles' "Die Sehnsucht des Lebens nach sich selbst: Der Lebens-Integrations-Prozess in der Praxis" ist ebenfalls ein sehr lohnendes Buch, welches viele reale und vollständige LebensIntegrationsProzesse enthält.
Wer danach dann tiefer in die spirituelle Dimension dieses Ansatzes einsteigen will, dem empfehle ich Wilfried's "Das Leben geschieht".

Lebensintegrative Aufstellungen

Bei manchen Anliegen möchte man nicht auf sich selbst, sondern wie ganz traditionell in der Aufstellungsarbeit auf das eigene Beziehungsgeflecht (Partner, Kinder, Herkunftsfamilien) schauen.

Auch hier können Prinzipien des LebensIntegrationsProzesses zum Einsatz kommen. Verstrickungen geschehen meist dem kindlichen Selbst heraus - die Lösung ist auch hier, in der Situation mehr in die Position des Erwachsenen zu kommen, der Sie, wenn Sie diesen Text lesen ja wahrscheinlich sind.